17.8.2005: Forschung CH
Holz statt Beton
Konrad Philipp Nötzli, Martin Frei, Albert Böll
Wissenschaftler haben die Tragsicherheit von einwandigen Wildbachsperren aus Fichtenholz getestet. Ein Grossteil der Hölzer war 60 Jahre nach ihrem Einbau in einem besseren Zustand als erwartet.
Holz ist ein wertvoller Werkstoff für Verbaumassnahmen in Wildbachgerinnen. Durch biologische Abbauprozesse wird jedoch seine Festigkeit im Laufe der Zeit vermindert. In einer Fallstudie wurden die Rundhölzer von drei um 1940 gebauten Wildbachsperren am Verbauungsort einzeln auf Biegung bis zum Bruch belastet. Zwei Drittel der geprüften Rundhölzer wiesen 60 Jahre nach dem Einbau immer noch ein höheres Bruchmoment auf, als bei der Bemessung vorausgesetzt wird, wobei die mittlere Sicherheitsreserve bezüglich den Bemessungswerten 1,2 betrug. Der Einfluss der Versuchsbedingungen sowie das statische System werden diskutiert.
Keywords:
Naturgefahren, Wildbachsperren, Holzstruktur
Art der Publikation:
Fachpublikation
Literatur:
Nötzli, K.P., Frei, M., Böll, A. (2002): Tragsicherheit von Holzkonstruktionen im Wildbachverbau: Ein Fallbeispiel 60-jähriger Wildbachsperren. Schweiz. Z. Forstwes. 153, 377-384
Kontaktadresse:
Albert Böll, WSL, Abteilung Wasser-, Erd- und Felsbewegungen, Züricherstrasse 111, 8903 Birmensdorf
albert.boll@wsl.ch
Tel: +41 (0)44 739 24 62
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