20.6.2023: weitere Publikationen

Invasive gebietsfremde Pflanzen: Früh erkennen – sofort handeln

Plantes exotiques envahissantes : détection précoce – réaction immédiate



Nicola Schoenenberger

Eine Informationsbroschüre macht auf die Notwendigkeit aufmerksam, invasive gebietsfremde Pflanzen früh zu erkennen und sofort zu handeln. Nur so kann erreicht werden, dass keine zusätzlichen invasiven gebietsfremden Arten eingebracht werden und sich die vorhandenen nicht weiter ausbreiten.

Une brochure d’information entend sensibiliser à la nécessité de reconnaître suffisamment tôt les plantes exotiques envahissantes et d’agir rapidement. C’est le seul moyen de ne pas favoriser l‘introduction de nouvelles espèces ou la propagation de celles déjà présentes sur notre territoire.


Invasive gebietsfremde Pflanzen können grosse ökologische, gesundheitliche sowie ökonomische Schäden verursachen. Eine neue Broschüre soll sensibilisieren und über den Vorteil informieren, Invasionsherde von gebietsfremden Pflanzenarten frühzeitig zu erkennen und wenn immer möglich sofort zu bekämpfen. Viele der erläuterten Anhaltspunkte gelten auch für invasive gebietsfremde Tierarten, die aber wegen einiger grundlegender Unterschiede in ihrer Biologie nicht behandelt werden. Die Broschüre richtet sich in erster Linie an Bundes-, Kantons- und Gemeindebehörden, Interessensgruppen (Vereine, Umweltgruppen, Stiftungen, Unternehmen), Bürger- bzw. Burgergemeinden und andere in diesem Bereich tätige Akteure (z. B. Strassenunterhaltsdienste, Grüne Branche).
Mit vertretbarem Aufwand können invasive gebietsfremde Pflanzen oft nur in den Anfangsphasen der Ausbreitung effektiv bekämpft werden – zu einem Zeitpunkt, an dem Schäden noch nicht sichtbar sind. Sobald sich eine invasive Art in einem gewissen Ausmass ausgebreitet hat, kann sie sich explosionsartig vermehren, und es wird sehr schwierig, teuer oder gar unmöglich, sie wieder ganz zu entfernen.
Bei zahlreichen Pflanzenarten ist dies in der Schweiz bereits der Fall. Die betroffenen invasiven Pflanzen sind schon weit verbreitet und müssen mit aufwändigen Massnahmen eingedämmt werden. Die Kantone bekämpfen vor allem solche verbreiteten und bekannten Arten. Nur für das Aufrechte Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia) besteht eine gesamtschweizerische Bekämpfungspflicht.
Neu auftretende invasive gebietsfremde Pflanzen früh zu erkennen und rechtzeitig und koordiniert Massnahmen zu ergreifen (Früherkennung und Sofortmassnahmen) sind höchst effiziente Ansätze, um absehbare grössere Probleme abzuwenden. Für die Liste der invasiven gebietsfremden Arten in der Schweiz werden deshalb neben den Arten, die nachweislich Schäden verursachen oder bei denen von einem Schaden auszugehen ist, auch solche berücksichtigt, die noch nicht in der Schweiz vorkommen.
Bei der Broschüre handelt es sich um eine Neuauflage. Seit ihrem ersten Erscheinen 2014 hat sich einiges getan: So ist beispielsweise die Strategie der Schweiz zu invasiven gebietsfremden Arten erschienen; zudem wurde eine neue Übersicht über die gebietsfremden Arten und ihre Auswirkungen veröffentlicht. In einem bebilderten Mittelteil wurden neue, noch wenig bekannte invasive Pflanzen aufgenommen, die in Zukunft auch wegen der Klimaerwärmung vermehrt zu Problemen führen könnten.
Quelle: Eidgenössische Fachkommission für biologische Sicherheit EFBS


Keywords:
Invasive gebietsfremde Pflanzen, Neophyten, Früherkennung, Sofortmassnahmen

Art der Publikation:
Bericht

Literatur:
Schoenenberger N. (2023): Invasive gebietsfremde Arten: Früh erkennen - sofort handeln. Eidgenössische Fachkommission für biologische Sicherheit EFBS. 40 Seiten
https://www.efbs.admin.ch

PDF-Link

Kontaktadresse:
Eidgenössische Fachkommission für biologische Sicherheit EFBS
c/o Bundesamt für Umwelt BAFU
CH-3003 Bern

info@efbs.admin.ch
Tel: +41 (0)58 463 23 12


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