NGSH: Naturforschende Gesellschaft Schaffhausen
Die SHnat konnte 2024 von der Vereinsentwicklung im Vorjahr profitieren und diese weiter vorantreiben. Für den neuen Auftritt gingen viele positive Feedbacks aus dem Kreis der Mitglieder ein. Die Vorarbeit im Bereich Digitalisierung und Standardisierung der Arbeitsabläufe führten zu einer Reduktion des Gesamtaufwands in der Administration und bei der Erstellung der Programmhefter. Ausserdem konnte die Vorarbeit weitergenutzt werden, indem die SHnat noch einmal an der Herbstmesse Schaffhausen teilgenommen hat und dort das Material aus dem Vorjahr einsetzen konnte. Es konnten erneut Neumitglieder gewonnen werden.
Die Angebote für Vereinsmitglieder und die Öffentlichkeit wurden wie im Vorjahr weitergeführt. Es fanden Vorträge in den Wintermonaten und Exkursionen im Sommerhalbjahr statt. Die Fachgruppe Botanik und ihre neue Schwestergruppe, die Fachgruppe Geo, boten Kurse und Exkursionen in ihren Fachgebieten an. Die Sternwarte konnte von einem Jahr mit hoher Sonnenaktivität profitiere und konnte an öffentlichen Beobachtungsnachmittagen mit Sonnenflecken und Protuberanzen viel Publikum anlocken.
Im Vorstand ist ein Generationenwechsel erfolgreich in Entwicklung. Für zwei aus Altersgründen zurücktretende Mitglieder konnten zwei junge Mitglieder gewonnen werden, die sich bereits im Verein engagiert hatten.
Demmerle, Susi: Schaffhauser in Grönland 1932-1958, Band 77 Neujahrsblätter der Naturforschenden Gesellschaft Schaffhausen, 2024.
SHnat Magazin, Programmheft Naturforschenden Gesellschaft Schaffhausen. Zwei Ausgaben, Frühling 2024, Herbst 2024.
Kurs: Farne, Schachtelhalme, Bärlappen. Zwei Kursabende, eine Exkursion nach Neunkirch. Leitung: Michèle Büttner, Rolf Holderegger.
Tagung: Erste Schaffhauser Feldbotanik-Tagung. 8 Kurzreferate. Organisation: Michèle Büttner.
Prämierung einer herausragenden Maturaarbeit an der Kantonsschule Schaffhausen im Bereich Naturwissenschaften und Mathematik. Prämiert wurde die Arbeit von Jonas Riesen, «Entwicklung einer KI-unterstützten Lernapp».
Kinder- und Jugendprogramm der Sternwarte Schaffhausen: Sternenjäger - Astronomische Objekte am Nachthimmel kennenlernen für Kinder der Unterstufe, 8 Durchführungen. Sky Explorer - 8-teiliger Kurs für Kinder der Mittelstufe mit vertiefter Orientierung am Sternenhimmel, Grundlagen der Astrophysik, Bau eines kleinen Teleskops. Sky Captain - 10-teiliger Kurs für Jugendliche der Oberstufe, Einführung in die Nutzung der Grossteleskope der Sternwarte. Leitung: Christa Hänggi.
Kindercampus: Unterstützung des Kinderprogramms mit naturwissenschaftlichem Fokus in Zusammenarbeit mit dem Kiwanis Club Schaffhausen. Sechs Anlässe pro Jahr (4 ganze Tage, 2 halbe Tage) zu unterschiedlichen Themen (Wetterphänomene, Tierbeobachtungen, basteln von Solarballonen etc). Leitung: Iwan Stössel.
Kartierung aller Pflanzenarten einer 100x100m-Fläche bei Hallau im Rahmen eines Blitzinventars für die Plattform Info Flora.
Betrieb einer Meteorkamera auf der Sternwarte Schaffhausen. Einspeisung der Daten in die Datenbank der Fachgruppe Meteorastronomie FMA, wo sie für wissenschaftliche Nutzung zur Verfügung stehen.
Teilnahme an der Schaffhauser Herbstmesse mit einem 12m2 Stand, an dem der Verein und sein Angebot präsentiert wurde. Während 5 Tagen Betreuung des Standes durch freiwillige Vereinsmitglieder. Fast 30'000 BesucherInnen kamen am Stand vorbei, es konnten etwa 20 Neumitglieder gewonnen werden.
Fachgruppe Botanik: Durchführung der ersten «Schaffhauser Feldbotanik-Tagung» mit 60 Teilnehmenden und 8 ReferentInnen, die Kurzvorträge zu ihren Projekten hielten. Exkursion «Zeitröseli und Märzenbechern» in die Wutach-Schlucht. Exkursion zum Thema Wasserpflanzen nach Niederwil TG und an die Töss. Exkursion «Gräser des Herbstes». Gemeinsames Inventarisieren für die Plattform InfoFlora in Hallau.
Fachgruppe Geo: Die neu gegründete Fachgruppe startete mit einem Angebot von drei Exkursionen. «Auf den Spuren des Bohnerzbergbaus» auf dem Südranden. Führung im Kohlebergwerk Käpfnach in Horgen. Exkursion Tektonikarena Sardona an den Walensee.
Sternwarte Schaffhausen: Öffentliche Führungen in Planetarium und Observatorium jeden Samstag Abend. Führungen für Schulklassen. Private Führungen und Anlässe. An Sonntag-Nachmittagen wurden öffentliche Sonnenbeobachtungen angeboten, die sich dank der starken Sonnenaktivität grosser Beliebtheit erfreuten. Parallel dazu wurden im Planetarium Kinder-Filme gezeigt. Neben dem regelmässigen Angebot wurden zu speziellen Anlässen folgende Veranstaltungen durchgeführt: Internationaler Asteroidentag zum Jubiläum des Tunguska-Ereignisses, Sommernacht der Sterne mit Perseiden-Beobachtung, Tag der Astronomie mit Beobachtung des Kometen Tsuchishan-AT-LAS. Ein Highlight waren zudem die aussergewöhnlichen Polarlichter, die im Mai sichtbar waren.
Im Programm des Winterhalbjahres fanden folgende Vorträge statt: Laura Niggli: Wie entstehen Gletscherseen? Sonja Wipf: 109 Jahre Schweizer Nationalpark. Stefan Eggenberg: Die Arbeit von InfoFlora. Erich Reusser: Wie sind die Hegau-Vulkane entstanden? Lia Meier: Wie wirken sich Starkregen und Hochwasser auf die Planung von Bauwerken aus? Andreas Müller: Gefährdung der Wildbienen. Organisation: Corinne Hänggi.
Exkursionsprogramm im Sommerhalbjahr: Exkursion Bodensee, Uferpflanzen und Bodensee-Vergissmeinnicht. Botanische Exkursion ins Wollmatinger Ried und an den Zellersee. Exkursion «Auf den Spuren des Klimawandels in Schaffhauser Wäldern». Zweitägige interdisziplinäre Exkursion an den Berninapass. Organisation: Babis Bistolas.
Science Slam: Der 8. Schaffhauser Science Slam fand am 30. November in der Kammgarn West statt. Folgende Beiträge wurden zum Besten gegeben: Mehmet & Henry, Die überaus lamentable Tragichemödie von Carboneo und Fluorina. Fabian Hofmann, Den Frieden sichern? Urbane Gewaltprävention in Zeiten von Smart Cities. Wiebke Schick, Im Rausch der Gefühle. Mathilde Himmelreich, Sherlock Holmes oder Wie man ein Einhorn fängt. Anna Weber, Krebs besiegen - mit ChatGPT. Denise Reitzenstein Über 300 Möglichkeiten, antike Sparta zu deuten. Moderation: Simon Hauser. Organisation: Simone Hörtner.
Projekt «Fischoskop»: Patronat für das Projekt Fischoskop, in dessen Rahmen eine Säule mit beweglicher 3D-Brille an bester Position am Rheinfallbecken aufgestellt wurde. In einer 3D-Animation sind Fische zu sehen, die im Rheinfallbecken leben, mit Informationen zu den verschiedenen Arten und dem Einfluss des Klimawandels auf ihren Lebensraum. Die Säule wurde geliefert und betrieben von der Firma Timescope, der Inhalt wurde in Zusammenarbeit mit der ZHdK und der EAWAG entwickelt. Projektleitung: Kurt Seiler und Willy Heinzelmann.