Rapport annuel 2024 pour

NGZH: Naturforschende Gesellschaft in Zürich


Président/Présidente: Fritz Gassmann

De: Fritz Gassmann, gassmann@bluewin.ch

Zusammenfassung


Die Realisierung der neuen Homepage hat viele Kräfte des Vorstandes absorbiert und konnte gegen Ende des Jahres 2024 erfolgreich abgeschlossen werden. Im Mai und Juni wurden zwei anregende Exkursionen in der Region Zürich zusammen mit der Zürcherischen Botanischen Gesellschaft durchgeführt. Nach der Hauptversammlung im Naturhistorischen Museum der Universität Zürich am 8. Juli führte uns Dennis Hansen durch das neu eröffnete Museum. Wie üblich wurden 4 Hefte der Vierteljahrsschrift Jg. 169 publiziert und im November und Dezember fanden 5 online-Vorträge statt. Pünktlich auf das Jahresende konnte das umfangreiche Neujahrsblatt 2025 «Biodiversität im Park der Universität Zürich-Irchel» abgeschlossen werden. Es ist eine Hommage an eine Zürcher Naturoase und es stiess beim traditionellen Neujahrsblattverkauf am Bäächtelistag 2025 in der Zentralbibliothek auf sehr grosses Interesse.



Publikationen


Im 168-seitigen Neujahrsblatt über «Biodiversität im Park der Universität Zürich-Irchel» stellen 19 Autorinnen und Autoren mit über 200 Bildern und Texten die vielfäl-tige Flora und Fauna des Irchelparks vor.

Die behandelten Themen sind:

- Fotodokumentation der Biodiversität

- Geschichte des Irchelparks

- Naturräume und Biodiversität im Irchelpark

- Vegetation und Flora aus der Retorte

- Der Irchelpark als grüne Lunge der Univer-sität Zürich

- Die Moose des Irchelparks

- Tiere im Irchelpark

- Irchel Nature Trail als Lernort für alle

- Biodiversitäts-Angebote am Campus UZH Irchel

- Das neue Studienprogramm «Biodiversität» an der Universität Zürich

- Zukunft des Irchelparks

- Warum der Schutz der Biodiversität im Irchelpark wichtig ist

- Biodiversität im Irchelpark: Versuch einer Übersicht

Die 4 Nummern der Vierteljahrsschrift enthalten die Titelgeschichten:

- «Die Reise auf den Uetliberg» aus botanischer Sicht

- Kann die Arve mit dem Klimawandel Schritt halten?

- Blaugrüne Biodiversität zwischen Wasser und Land

- Die Batterie, die dem Feuer trotzt

In der Rubrik «Physik im Alltag» wurden folgende Themen beleuchtet:

- Geomagnetische Stürme – wo lauern Gefahren? 

- Vom Badewannentango zur Stradivari-Geige

- Vom Badewannentango zur Physik der Atome

- Physik-Nobelpreis 2024 – Grundlagen der künstlichen Intelligenz

In der Rubrik «Das Experiment» wurden behandelt:

- Harvey trifft Galen mitten ins Herz

- Seesterne-Weitwurf in den 1960ern

Weitere Artikel befassten sich mit diversen Themen:

- Klimawandel: Aufforstung und Speicherung als Mittel gegen den Klimawandel

- Medizin: Neue Ansätze in der roboterunterstützten Chirurgie

- KI: KI macht auch vor der universitären Lehre keinen Halt

- Vortragsserie: Alle Vorträge des letzten Herbstes sind online verfügbar

- Vortragsserie: Das Vortragsprogramm 2024

- Exkursion: Salomon-Schinz-Jubiläumsexkursion auf den Üetliberg

- Exkursionen: Zwei anregende Exkursionen in der Region Zürich

- Homepage: Unsere neue Webseite ist online!

- Neujahrsblatt: Eine Hommage an eine Zürcher Naturoase

- In Memoriam: René Hantke (1925-2024), Geologe und Paläobotaniker

- Ukraine: Kontakte der NGZH mit dem Winogradsky-Club in Kiew

- Oswald Heer-Preis: Die ersten vier Verleihungen des Oswald Heer-Preises 2016-2022

- Lehrpfad: Von den eiszeitlichen Mammuts zu den heissen Quellen



Dialog mit der Gesellschaft


Unsere online-Vorträge erfreuen sich nach wie vor einer grösseren Reichweite als die früheren Vorträge im Hörsaal, die 10-30 und in wenigen Ausnahmefällen 50 Teilnehmende mobilisieren konnten. Bei den Vorträgen via Zoom sind am eigentlichen Vortragsabend etwa dieselbe Anzahl Teilnehmende online, aber in den darauffolgenden zwei Monaten registrieren wir zusätzlich 20-50 Downloads des aufgezeichneten Vortrags, so dass wir pro Vortrag rund 50 und manchmal bis zu 80 Interessierte erreichen können. Besonders ermutigend ist, dass die online-Vorträge auch von Studierenden besucht werden!

Die folgenden Vorträge können zusätzlich zu den früheren auf unserer Homepage unter "Unsere Events → zur Agenda" nachgehört werden:

Was haben Origami, Krebs und TicTacToe gemeinsam?
Dr. René Oetterli, MNG Rämibühl und Science Lab der Universität Zürich

Wie funktioniert künstliche Intelligenz?
Dr. Fritz Gassmann, ehem. PSI, Präsident NGZH

Vom Stannäthyl im Jahr 1852 zum molekularen Metall
Prof. em. Dr. Walter R. Caseri, Department of Materials, ETH Zürich

Bärenhunger – Geschichten und Köstlichkeiten aus der Wildnis
Reno Sommerhalder, seit 1986 in den Rocky Mountains in Alberta, Kanada

Einfache aber verblüffende Experimente
Dr. Fritz Gassmann, ehem. PSI, Präsident NGZH

Präsenz der NGZH auf sozialen Medien 

Dank der Initiative unseres Vorstandsmitgliedes René Oetterli ist seit Anfang 2021 die NGZH auch auf Facebook und Instagram vertreten. Die Reichweiten belaufen sich momentan auf 107 Mitglieder, bzw. 1006 Follower und zeigen insbesondere bei Instagram einen erfreulich stetigen Anstieg. Unter den Abonnenten unserer Beiträge sind viele Gymnasiastinnen und Gymnasiasten aus dem mathematisch-naturwissenschaftlichen Profil. Es kann erwartet werden, dass eine signifikante Zahl davon in den kommenden Jahren ein naturwissenschaftliches Studium antritt und sich dadurch mittelfristig zu einer potenziellen neuen Mitgliedergeneration entwickelt. Den zweithäufigsten Anteil unserer Abonnenten stellen Vereine verschiedener schweizerischer Hochschulen (Studiumsfachschaften, Alumni, Kinderuniversität, etc.), sowie andere Vereine und Organisationen wie zum Beispiel Wildtierschweiz oder Reatch.

Regelmässige Kurzvorstellungen der NGZH während Grund- und Fortgeschrittenenvorlesungen an Universität und ETH wurden mit mehreren Dozenten verschiedener Fachbereiche vereinbart und begannen im Frühlingssemster 2023. Dies wird die NGZH wieder einem breiteren naturwissenschaftlichen Publikum bekannt machen. Die Followerzahlen haben insbesondere auf Instagram nach jeder Vorstellungsrunde sehr deutlich zugenommen.

Hauptversammlung

Nach den üblichen Traktanden bot das NGZH-Mitglied Dennis Hansen den Teilnehmenden einen kurzweiligen und informativen Rundgang durch das im März 2024 neu eröffnete Naturhistorische Museum der Universität Zürich, das die bisherigen vier naturwissenschaftlichen Museen vereinigt. Dennis Hansen hat uns insbesondere Exponate von ver-schiedensten Dinosaurier-Arten näher gebracht. Er hat es verstanden, uns am Leben dieser seit lan-gem verschwundenen Kreaturen teilhaben zu lassen. Mit Hinweisen auf durch Arthrose geschwächte Gelenke, auf Verletzungen aus vermutlichen Kämpfen oder auf nachlässige Elterntiere, die ihre Eier mit den Nachkommen einfach ihrem Schicksal überliessen, lösten sich die rund 200 Millionen dazwischenliegenden Jahre beinahe auf. Für viele Besucher dürfte es eine Überraschung sein, dass kleine Dinosaurier den Asteroideneinschlag vor 66 Millionen Jahren überlebt haben: Wir nennen sie Vögel, von denen es unterdessen rund 11'000 Arten gibt. Ein mit 3D-Drucker erzeugtes 20-fach vergrössertes Skelett einer Elster zeigt eindrücklich die Verwandtschaft mit Dinosauriern bis in kleine Details!

Exkursionen

Zusammen mit der Zürcherischen Botanischen Gesellschaft wurden die folgenden zwei Exkursionen durchgeführt:

Am 18. Mai 2024 führte die ETHZ-Umweltnaturwissenschaftlerin Sophia Rudin unter dem Motto Perlen am Wegrand eine Gruppe von Naturbegeisterten von Samstagern zum Itlimoosweiher und zum Hüttnersee. Es konnten faszinierende heimische Orchideen gefunden werden, die oft gefährdet sind und sich in Naturschutzgebiete zurückgezogen haben. Dazu konnte mehr über die Moränenhügellandschaft und die Entstehung der Moorgebiete erfahren werden, die ideale Lebensräume für diese Pflanzen bieten.

Die zweite Exkursion fand am 8. Juni 2024 statt und wurde von Nina Richner von der Zürcherischen Botanischen Gesellschaft geleitet (sie ist Co-Bereichsleiterin Artenschutz & Lebensraummanagement sowie Fachspezialistin Botanik beim Beratungsbüro Fornat in Zürich). Die Exkursion folgte den Spuren von Salomon Schinz, der vor 250 Jahren den Üetliberg bestiegen und diese Exkursion in einem Reisebericht ausführlich beschrieben hat. Für einen historischen Rückblick über die Bedeutung der gut dokumentierten «Reise auf den Üetliberg» sei auf die Titelgeschichte der Vierteljahrsschrift 1|2024 verwiesen.