Rapport annuel 2024 pour

SKPH: Commission suisse pour la recherche polaire et de haute altitude


Président/Présidente: Naki Akçar

De: Naki Akçar, naki.akcar@unibe.ch

Internationale Aktivitäten


An der alle Jahre stattfindenden Arctic Science Summit Week (ASSW) des International Arctic Science Council (IASC) in Edinburgh im März war mit Gabriela Schaepman-Strub (Council), Jakob Assmann (Terrestrial Working Group), Amy Macfarlane (Cryosphere Working Group), Iris Thurnherr (Atmosphere Working Group) und Roger Pfister (SKPH-Geschäftsstelle) eine starke Schweizer Delegation vertreten. Über die wichtigsten Ergebnisse informierten sie in einem Newsletter an den SKPH E-Mail-Verteiler und über SCNAT Social Media.

Die alle zwei Jahre stattfindende Open Science Conference (OSC) des Scientific Committee on Antarctic Research (SCAR) fand im August in Pucón, Chile, statt. Zur Abstimmung trafen sich die Schweizer Delegierten vor der SKPH-Sitzung im April. Die Teilnehmenden vor Ort in Chile und online – Naki Akçar (Delegates & Permanent Science Group Geosciences), Christel Hassler (PSG Life Sciences), Konstantin Gavazov (Antarctic Data Management) und Johannes Sutter (AntArchitecture Action Group) – berichteten an der SKPH-Sitzung im Dezember über die Ergebnisse in den jeweiligen Formaten.


Für die von IASC und SCAR getragene Polar Conference 2030 präsentierten Naki Akçar bzw. Gabriela Schaepman-Strub den IASC- und SCAR-Entscheidungsgremien das im Rahmen der SKPH konsolidierte Angebot der Schweiz zur Austragung in Davos, basierend auf den positiven Erfahrungen mit POLAR 2018 in Davos. Unter den drei Angeboten fiel die Wahl jedoch auf Südkorea.



Nachwuchsförderung


Als deren Co-Chairs vertraten Elizaveta Sharaborova und David Touchette (beide EPFL) das Schweizer Komittee der Association of Polar of Early Career Scientists (APECS) an der SKPH-Sitzung im April bzw. Dezember und berichteten über die Entwicklungen ihrer Organisation.

Der Prix de Quervain 2024 in Polarforschung ging an Amy Macfarlane für ihre Dissertation an der ETH Zürich zu Mikro-Schneestruktur und deren Relevanz für das globale Klima, basierend auf ihrer Feldforschung im Rahmen der Expedition MOSAIC 2020. Die Preisverleihung erfolgte am 3. Dezember im Alpinen Museum der Schweiz in Bern.

Nach intensiven Abklärungen und Konsultationen entschieden Vertreter:innen von SKPH, Schweizerischer Kommission für die hochalpine Forschungsstation Jungfraujoch (SKHFJ) und Swiss Polar Institute (SPI), dass die Preisverleihung ab 2025 im Rahmen des Swiss Polar Day erfolgen werde, um damit mehr und jüngere Forschende zu erreichen und mehr Kandidaturen zu generieren.



Dialog mit der Gesellschaft


Die Arbeiten für ein a+-Factsheet zur Antarktis durch eine Projektgruppe begannen, bestehend aus den SKPH-Mitgliedern Hubertus Fischer (Uni Bern), Christel Hassler (EPFL), Patricia Holm (Uni Basel), Samuel Jaccard (Uni Lausanne) und Julia Schmale (EPFL), mit Martin Schneebeli (WSL SLF und ehemaliges SKPH-Mitglied) im Lead, unterstützt durch Roger Pfister von der SKPH-Fachstelle. Ein erster Entwurf durchlief ein Review mit 6 Gutachten von Forschenden aus der Schweiz und dem Ausland. Sehr umfangreich und konstruktiv waren die Rückmeldungen von Nicolas Gruber (ETHZ), was den gesamten Text und seine Hauptforderungen nach einem Schweizer Forschungsprogramm zur Antarktis und dem Schweizer Vollbeitritt zum Antarktis-Vertrag schärfte. Um mit dem Factsheet das Zielpublikum aus Politik und Bundesverwaltung effektiv zu erreichen, befand es die Kommission im Dezember als entscheidend, nebst der Bedeutung der Entwicklungen in der Antarktis für die globale Umwelt die Relevanz für die Schweiz hervorzuheben. Für eine solche Einbettung des Factsheet wurde eine sozialwissenschaftliche Perspektive als wichtig erachtet und der Name von Madeleine Herren-Oesch eingebracht, aufgrund ihrer Arbeiten zur Schweiz und multilateralen Gremien. Die frühere Direktorin des Europa-Instituts in Basel wurde entsprechend angefragt.

Von den zwei im 2023 vorgesehenen Carte Blanches der SCNAT befand sich diejenige zum Bergbau auf dem Meeresboden durch Samuel Jaccard (Uni Lausanne) und Thomas Frölicher (Uni Bern) gegen Ende Jahr im Endstadium des Schreibens.

Durch Vermittlung der SKPH-Fachstelle entstand ein Beitrag im NZZ-Klimanewsletter und der NZZ am Sonntag mit einem Interview von Gabriela Schaepman-Strub, in dem auch der Arktis-Bericht der SKPH Erwähnung fand, begleitet durch Social Media der SCNAT.

Auf Einladung der Botschaft Norwegens in Bern nahm Roger Pfister am 1. Februar an einem Side-Event in Bern zum «Arctic Frontiers» Anlass in Norwegen teil.