Jahresbericht 2024 für

Schweizerische Kommission für die hochalpine Forschungsstation Jungfraujoch


Präsident/Präsidentin: Urs Baltensperger

Von: Urs Baltensperger, urs.baltensperger@psi.ch

Zusammenfassung


Im April 2024 wurde ein internationales Symposium Symposium Jungfraujoch and beyond «High Altitude Physiology and Medicine» an der Universität Bern durchgeführt, zu Ehren  von Walter R. Hess und Alexander von Muralt, langjährige Präsidenten der Internationalen Stiftung Jungfraujoch und Gornergrat, und Pioniere der hochalpinen Physiologie und Medizin. Das Symposium ergab einen exzellenten Überblick auf diese Forschung in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf dem Jungfraujoch und weltweit.



Publikationen


Die HFSJG hat den Aktivitätsreport 2024 publiziert https://www.hfsjg.ch/en/publications/activity-reports/activity-report-2024/).

Die November-Ausgabe (https://www.chimia.ch/chimia/issue/view/2024_11) der Zeitschrift Chimia (die Zeitschrift der Schweizerischen Chemischen Gesellschaft) war dem Thema Atmosphärenchemie in der Schweiz gewidmet und enthielt Beiträge aus Basel, Bern, Dübendorf, Fribourg, Lausanne, Sion, Villigen, and Zürich. Als eine bedeutende Forschungsinfrastruktur in der Schweiz wurde das Jungfraujoch in mehreren Artikeln erwähnt.



Tagungen / Kurse


Das Jungfraujoch blickt auf eine langjährige erfolgreiche Tätigkeit in der hochalpinen Physiologie und Medizin zurück, insbesondere durch die Pioniertätigkeit von Walter R. Hess und Alexander von Muralt, die auch langjährige Präsidenten der Internationalen Stiftung Jungfraujoch und Gornergrat waren. Um dies zu würdigen, wurde an der Universität Bern im April 2024 ein internationales Symposium: Jungfraujoch and beyond «High Altitude Physiology and Medicine» durchgeführt (https://www.hfsjg.ch/en/publications/news/2024-04-04/). Das Symposium gab einen exzellenten Überblick über diese Forschung in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, nicht nur auf dem Jungfraujoch, sondern weltweit. Am Folgetag wurde eine Exkursion auf das Jungfraujoch durchgeführt. 



Internationale Aktivitäten


A) Das Jungfraujoch ist in zahlreiche internationale Aktivitäten involviert. Wichtig sind insbesondere die Aktivitäten innerhalb von ICOS (Integrated Carbon Observation System) und ACTRIS (Aerosol, Clouds and Trace Gases Research Infrastructure). Beide sind ein European Research Infrastructure Consortium (ERIC) (ICOS seit 2015 und ACTRIS seit 2023).

B) Die Internationale Stiftung Jungfraujoch und Gornergrat ist in vielfältigem Kontakt mit wissenschaftlichen Exponenten anderer Länder mit ähnlichen Tätigkeitsfeldern, und interessiert, die Stiftung mit Mitgliedern aus weiteren Ländern zu ergänzen. 2024 wurde die Republik Korea als neues Mitglied der Stiftung aufgenommen. Ausserdem finden jedes Jahr Besuche mit interessierten Forschenden aus weiteren Ländern auf dem Jungfraujoch statt. 2024 war dies beispielsweise eine Delegation aus den USA.



Nachwuchsförderung


Am 3. Dezember 2024 wurde im Alpinen Museum Bern der Prix de Quervain 2024 gemeinsam von der Schweizerischen Kommission für Polar- und Höhenforschung, SKPH (ebenfalls eine Kommission der SCNAT) und der SKHFJ sowie der SSAF (Schweizerische Stiftung für Alpine Forschung) für eine herausragende Arbeit auf dem Gebiet der Höhenforschung verliehen (Lead: SKPH).

2024 fanden 2 Besuche von Preisträgern von ‘Schweizer Jugend forscht’ auf dem Jungfraujoch mit dem Präsidenten der Kommission statt, mit Übernachtung (https://www.hfsjg.ch/en/publications/news/2024-07-05/). 

Das Stellarium Gornergrat Projekt (Leitung Dr. Timm Riesen) betreibt Öffentlichkeitsarbeit, darunter das erste pädagogische Teleskop der Schweiz, das die Astronomie in die Klassenzimmer bringen soll (https://stellarium-gornergrat.ch/). Auch 2024 erfreute sich das Stellarium einem grossen Interesse durch Tagesbesuche und Nachtbeobachtungen. Im eingangs erwähnten Aktivitätsreport der HFSJG findet sich ein detaillierter Bericht zum Stellarium.



Forschungsunterstützende Informations- und Koordinationsaufgaben


Prof. Eliza Harris trat am 1. September 2024 ihre Funktion als neue Direktorin der Hochalpinen Forschungsstationen Jungfraujoch + Gornergrat an. Sie ersetzt den langjährigen Direktor Prof. Markus Leuenberger, der auf Ende Januar 2025 in Pension geht. 

Die jährliche Kommissionssitzung fand am 13. Juni 2024 an der Universität Bern statt.



Früherkennung


Keine Angaben



Ethik


Keine Angaben



Dialog mit der Gesellschaft


Die wissenschaftliche Ausstellung auf dem Jungfraujoch läuft seit über 10 Jahren ohne Probleme. Sie wird momentan überarbeitet und ergänzt.

Auch 2024 besuchten viele Gruppen und offizielle Delegationen das Jungfraujoch. Der Aktivitätsreport der HFSJG gibt einen detaillierten Überblick dazu.