Jahresbericht 2020 für

Plattform NWR: Plattform Naturwissenschaften und Region


Präsident/Präsidentin: Pascal Mäser

Von: Christian Preiswerk, christian.preiswerk@scnat.ch

Zusammenfassung


Das Jahr 2020 war auch für die Plattform NWR von der Covid 19-Pandemie geprägt und hat die Gesellschaften vor grosse und unerwartete Herausforderungen gestellt. Eine zentrale Tätigkeit der KRG –der Dialog über Wissenschaft mit der Bevölkerung - war stark eingeschränkt oder nicht mehr möglich. Die Plattform hat versucht, die KRG in dieser Situation nach ihren Möglichkeiten zu unterstützen. Chancen und Herausforderungen der Digitalen Welt war 2020 das (geplante) Leitmotiv der Plattform NWR – nun zusätzlich befeuert durch Corona. Die Plattform hat den in den KRG vorhandenen Klärungs- und Informationsbedarf im Bereich Digitale Instrumente aufgenommen und in drei Aspekten bearbeitet: Die Präsidentenkonferenz 2020 fand – in einem verkürzten, virtuellen Format, als Informationsanlass zur Nutzung von Social Media statt. Die vielfältigen Möglichkeiten, welche digitale Instrumente und Plattformen für das Marketing bieten, könnten auch für die KRG besser genutzt werden. Dazu hat die Plattform eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Ein dritter Schwerpunkt ist die Umstellung von bisherigen traditionellen Veranstaltungen der KRG auf digitale Formate, ein Thema, das auch 2021 weiter von Bedeutung bleiben wird. Viele KRG haben angesichts der Einschränkungen mit der Umstellung auf virtuelle Anlässe begonnen oder alternative Formate entwickelt.

Als einziger grosser Publikumsanlass konnte im September der Nachhaltigkeitstag in Bellinzona durchgeführt werden, an dem die STSN federführend war. Die verschiedenen öffentlichen Anlässe zum 25 Jahr Jubiläum der NAGON mussten leider fast alle abgesagt werden. Immerhin konnte ein Kernprojekt des Jubiläumjahres, die Kartierung von Wildrosen im Kantonsgebiet mit Unterstützung von Citizen Science, in etwas reduziertem Umfang durchgeführt werden.

Die Aktivitäten der Plattform NWR in den einzelnen Leistungsbereichen werden aber primär von den Mitgliedgesellschaften erbracht, für Details wird daher auf die Jahresberichte der KRG verwiesen.



Publikationen


Im Berichtsjahr wurden von der Plattform NWR 16 Periodika und eine Einzelpublikation unterstützt. Die Periodika der Mitgliedgesellschaften sind auf dem Organisationsportal der Plattform NWR zugänglich.

Im Rahmen der Retro-Digitalisierung der bestehenden Printprodukte konnte die Zugänglichkeit weiter verbessert werden, so sind nun beispielsweise die gesamten Publikationsbestände aus Neuchâtel auf e-periodica einsehbar. Im Rahmen der Open Access Bestrebungen der SCNAT wurden auch die KRG angegangen, den freien Zugang zu ihren Publikationen zu verbessern. Erfreulicherweise ist bereits ein Grossteil der KRG Periodika Open Access zugänglich. Wo dies noch nicht der Fall ist, wurden Verhandlungen dazu mit den Gesellschaften aufgenommen.

 



Tagungen / Kurse


Coronabedingt musste leider ein Grossteil der Tagungen und Kurse abgesagt oder verschoben werden, einige konnten in reduzierter Form durchgeführt werden.

Die Naturforschende Gesellschaft Obwalden und Nidwalden (NAGON) konnte im Rahmen ihres Jubiläumsprojektes «Wildrosen» zumindest teilweise die Bestimmungskurse für die kartierenden Milizpersonen durchführen.



Nachwuchsförderung


Die Plattform unterstützt die Nachwuchsförderungs-Aktivitäten der Gesellschaften, die stark vom Milizengagement und dem jeweiligen lokalen Beziehungsnetze ihrer Akteure geprägt sind.

Sieben KRG vergaben Preise für die besten Maturaarbeiten aus der Region. Leider fielen die Präsentationen vor Publikum in den meisten Fällen aus. Vier weitere regionale Preise honorieren themenspezifische Forschungsarbeiten oder besonderes Engagement für die naturwissenschaftliche Forschung in den Regionen.

Das Schulprojekt der Aargauischen Naturforschenden Gesellschaft ANG für die Sekundarstufe sowie das Projekt „TechEcole“ in Neuenburg wurden weitergeführt. Die traditionelle Kinder-Universität in Winterthur konnte virtuell durchgeführt werden. Ebenfalls zu einem beliebten Angebot entwickelt haben sich die «Vacanze scientifica» der STSN für Schüler im Tessin.

Ein weiteres Projekt der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft Winterthur, das von der Plattform unterstützt wurde, bietet Kindern aus bildungsfernen Milieus und Migrantenfamilien eine ausserschulische Unterstützung in Mathematik zur Vorbereitung für die Aufnahme an einem Gymnasium.



Forschungsunterstützende Informations- und Koordinationsaufgaben


In dieser Rubrik wird über die Tätigkeiten der Geschäftsstelle informiert, die zum Grundbetrieb gehören. Dies umfasste 2020:



Dialog mit der Gesellschaft


Der Dialog mit der Gesellschaft ist die Kernaktivität der Plattform NWR, wobei die Aktivitäten primär von den einzelnen Gesellschaften getragen werden. Die Plattform NWR hat in den meisten kantonalen und regionalen Gesellschaften ein sehr vielseitiges Angebot von Vortragsreihen, Ausstellungen, Exkursionen, öffentlichen Anlässen und Wissenschafts-Cafés unterstützt. Coronabedingt musste 2020 ein Grossteil dieser Anlässe leider abgesagt oder verschoben werden. Immerhin konnte im Sommer ein Teil der Exkursionsprogramme durchgeführt werden. Allerdings war seitens der Teilnehmenden eine deutliche Zurückhaltung zu verzeichnen.

Auch die verschiedenen Publikumsanlässe zum 25 jährigen Jubiläum der Naturforschenden Gesellschaft Ob- und Nidwalden (NAGON) mussten leider fast alle abgesagt werden. Immerhin konnte das Citizen Science Projekt zur Kartierung der Wildrosenvorkommen im Kanton in etwas reduziertem Umfang durchgeführt werden. Mit der Herausgabe der Neuen Flora des Kanton Zürich kam ein anderes grosse Citizen Science Projekt, an dem die NGZH beteiligt war, nach 8 Jahren zu einem erfolgreichen Abschluss.

Als einziger grosser Publikumsanlass konnte im September der Nachhaltigkeitstag in Bellinzona durchgeführt werden, an dem die STSN federführend war. In der ersten Hälfte des Wintersemesters haben grössere Räume und beschränkte Teilnehmerzahlen oder alternative Organisationsformen noch die Durchführungen einiger Anlässe erlaubt. Einige Gesellschaften haben dann im Winter auf virtuelle Durchführung umgestellt.

Es wird interessant sein zu sehen, ob und wie weit die Digitalisierung das Selbstverständnis der Gesellschaften bzw. ihrer Vorständeverändern wird, denn eine Zunahme von virtuellen Angeboten und die Nutzung von Social Media bedeutet in der Regel auch eine stärkere Öffnung, hin zu weniger auf den Kreis der Mitglieder fokussierten Leistungen. Eine umfassende Auswertung der Erfahrungen ist 2021 vorgesehen.

Im Weiteren verweisen wir bezüglich Dialogaktivitäten auf die Jahresberichte der einzelnen Gesellschaften.