Jahresbericht 2017 für

Plattform NWR: Plattform Naturwissenschaften und Region


Präsident/Präsidentin: Dr. Ueli Rehsteiner

Von: Christian Preiswerk, christian.preiswerk@scnat.ch

Zusammenfassung


Die Plattform NWR hat sich an der Erarbeitung des Berichts der SCNAT zur Bedeutung und Situation der naturwissenschaftlichen Sammlungen in der Schweiz beteiligt. Sie musste dabei allerdings feststellen, dass nur noch in wenigen Gesellschaft tatsächliche eine eigentliche Verantwortung für solche regionalen Sammlungen vorliegt.

An der Präsidentenkonferenz wurde, unter Beizug von Fachleuten aus Museen und Datenzentren, ein Erfahrungsaustausch zur heutigen Rolle der kantonalen und regionalen Gesellschaften im Dreiklang «Forschen – Sammeln – Publizieren» organisiert.

Die Plattform NWR hat zusammen mit der Naturforschenden Gesellschaft Bern eine grössere Abendveranstaltung zum Thema Energiewende durchgeführt. Die Aktivitäten der Plattform NWR in den einzelnen Leistungsbereichen werden aber primär von den Mitgliedgesellschaften erbracht, für Details wird daher auf die Jahresberichte der KRG verwiesen. Zu den Höhepunkten zählte das 200 Jahr-Jubiläum der Naturforschenden Gesellschaft in Basel.



Publikationen


Im Berichtsjahr wurden von der «Plattform NWR» 17 Periodika und Publikationen unterstützt. Die Periodika der Mitgliedgesellschaften werden sukzessive auf dem Organisationsportal der Plattform NWR verlinkt.

Im Rahmen der Retro-Digitalisierung der bestehenden Printprodukte konnte eine weitere Periodika-Reihe auf e-periodica.ch aufgeschaltet werden.



Tagungen / Kurse


Die Plattform NWR hat 8 wissenschaftliche Tagungen und Kurse in allen Landesteilen unterstützt. Dabei wurde ein breites Themenspektrum behandelt. 



Nachwuchsförderung


Wie bisher ist die Nachwuchsförderung der Plattform NWR durch die jeweiligen lokalen Beziehungsnetze geprägt. Sechs KRG vergaben Preise für die besten Maturaarbeiten aus der Region. Die Arbeiten wurden in Vorträgen dem lokalen Publikum präsentiert. Drei weitere Preise honorieren themenspezifische Forschungsarbeiten in den Regionen.

Das Schulprojekt der Aargauischen Naturforschende Gesellschaft ANG für die Sekundarstufe wurde weitergeführt. Weiter ist mit dem Projekt „TechEcole“ auch in Neuenburg ein Programm entstanden, welches Experimente und Erlebnisse eher aus dem wissenschaftlich-technologischen Bereich in den Unterricht bringt.

Die Naturforschenden Gesellschaften in Neuenburg und Waadt haben zusätzlich ein Exkursions- und Eventformat entwickelt, das sich vor allem an Familien richtet. Auch die Ferien-Aktivitäten der Società ticinese di scienze naturali für Tessiner Schülerinnen und Schüler erfreuen sich grosser Beliebtheit. 



Forschungsunterstützende Informations- und Koordinationsaufgaben


In dieser Rubrik wird über die Tätigkeiten der Geschäftsstelle informiert, die zum Grundbetrieb gehören. Dies umfasste 2017:

Die Umfrage bei den Mitgliedern zur Bedeutung von Forschung und Sammlungen in den Regionen hat ergeben, dass nur noch in wenigen Gesellschaft tatsächliche eine eigentliche Verantwortung für regionalen Sammlungen vorliegt. Eigene Forschungsprojekte existieren in einigen Gesellschaften, diese Aktivitäten schwanken aber in ihrer Intensität und hängen meist auch mit personellen Konstellationen zusammen. Nichtsdestotrotz verfügen einige KRG über eigene (bescheidene) Forschungsfonds, auch soll in Zukunft die Möglichkeiten des Legats de Giacomi wieder besser genutzt werden.  



Dialog mit der Gesellschaft


Der Dialog mit der Gesellschaft ist die Kernaktivität der Plattform NWR, wobei die Aktivitäten primär von den einzelnen Gesellschaften getragen werden. Die Plattform NWR hat in den meisten kantonalen und regionalen Gesellschaften ein sehr vielseitiges Angebot von Vortragsreihen, Ausstellungen, Exkursionen, öffentlichen Anlässen und Wissenschafts-Cafés unterstützt. Die Gesellschaften leisten damit einen wichtigen Beitrag, aktuelle Erkenntnisse aus der naturwissenschaftlichen Forschung auch ausserhalb der Hochschul-Standorte in die Bevölkerung zu tragen und dieser die Gelegenheit zum Kontakt mit renommierten Forschenden zu bieten. Vermehrt werden dabei auch Zusammenarbeiten oder die gemeinsame Bewerbung mit zielverwandten Organisationen angestrebt.

Die Plattform NWR hat zusammen mit der Naturforschenden Gesellschaft Bern eine Abendveranstaltung zum Thema Energiewende durchgeführt. Der gut besuchte Anlass bildete den Abschluss des Jahresprogramms der Gesellschaft zum Rahmenthema Energie. Die Zusammenarbeit erlaubte es, einen etwas grösseren Anlass anzubieten, zu dem auch Referenten aus dem Ausland eingeladen werden konnten.  

Ein Höhepunkt war 2017 das 200 Jahr-Jubiläum der Naturforschenden Gesellschaft in Basel, das mit einem gut besuchten Festakt begangen wurde. Nebst der Aufarbeitung ihrer Geschichte hat die Gesellschaft auch ein facettenreiches Buch publiziert, das 200 kurze und attraktive Artikel von Forschenden oder Forschungsthemen mit einem Bezug zu Basel versammelt. Jubiläen bieten immer eine gute Gelegenheit für die Plattform, Kontakte mit den Gesellschaften zu pflegen.

Als besondere Weihnachts-Aktion hat die SCNAT zum Jahresende allen Bundes-Parlamentariern die Neujahreschrift der Naturforschenden Gesellschaft in Zürich zugestellt, welche die kunstvollen Pflanzen-Schnitzereien auf den Ständerats-Sitzen im Nationalratssaal dokumentiert.

Im Weiteren verweisen wir bezüglich Dialogaktivitäten auf die Jahresberichte der einzelnen Gesellschaften.